cloud-computing

Cloud computing

Cloud computing beschreibt die Bereitstellung von IT-Infrastruktur. Ziel sind u.a. Skalierbarkeit, Flexibilität und maximale Ausnutzung der vorhandenen Ressourcen.

Begriffsdefinition:

  • private Cloud
  • public Cloud
  • Hybrid Cloud
  • Virtualisierung
  • Outsourcing
  • Skalierbarkeit (Rapid elasticity/Resource pooling): Rechenleistung, Speicherplatz, Instanzen, Broad network access …
  • Self-service (On-demand)
  • Nutzungsbasierte Abrechnung („Measured service“)
  • Hochverfügbarkeit (mehrere Standorte, „globale“ Replikation)
  • Kostensenkungen?
    • zentrale Frage: wie bin ich bisher kostenmäßig ausgestellt?
      • Lieferantenbindung: habe ich teure Verträge abgeschlossen? Sind diese
      • legacy IT (klassische Systeme die nur in die Höhe skalieren?
    • eigene Fixkosten (Personalkosten etc.) lassen sich nicht auf so viele Server umlegen wie bei den Cloud-Anbietern
    • variable Kosten die von Lieferanten in Rechnung gestellt werden lassen sich steuerlich besser absetzen als Investitionen)
  • Steigerung der Flexibilität:
    • kann ich die Anforderungen meiner Anwender zeitnah erfüllen? Wenn nein: Was hält mich davon ab? Strukturen? Bürokratische Hürden? „Verhindert“ die Sicherheitsabteilung Innovationen?
    • self-service: ist dies nötig? gewollt? erlaubt?
  • bessere Skalierbarkeit und Verfügbarkeit
    • wie hoch ist die aktuelle Verfügbarkeit?
    • wie ist die Anbindung (upstream)? Reicht das vorhandene peering?
    • brauche ich weltweite Verteilung?
    • muss meine Anwendung erhöhte Last durch Skalierung abfangen?
  • Sicherheitsaspekte: Wer darf Dienste freigeben? Zugriffe verwalten?
  • Vertraulichkeit von Daten und Information
  • rechtliche Aspekte und Compliance-Anforderungen
  • starke Abhängigkeit vom einem Anbieter (solange sich nicht freie Datenformate durchsetzen die eine Migration von einem zum anderen Cloud-Anbieter stresslos möglich machen)

Eignet sich gut für:

  • stark schwankende workloads (Skalierung)
  • ressourcen-unkritische Anforderungen

Eignet nicht/*schlechter* geeignet für:

  • I/O-intensive Anwendungen (IOPS, …) wie Datenbanken → Kosten!
  • Applikationen mit sehr hohem RAM-Bedarf
  • grafik-lastige Anwendungen
  • Bandbreitenintensive Anwendungen (Upload ausreichend?)
  • Spezialkonfigurationen die eine Nutzung von managed-services ausschließen
  • Root-Server (bare-metal-server, dedicated hosts)
  • vServer (computing, teilweise mit exklusiv Ressourcen wie CPU-Kerne)
  • Storage
    • Blockstorage (auch per NFS, iSCSI)
    • Dateispeicher
    • S3-compatible / Objektstorage
  • Networking
    • Load-Balancer
    • private Networks
  • Apps runtime
  • Identity Services
  • Zusatzdienste wie Bulk-mail/Messenging
Provider (AS) RZ-Standort(e) Networkmap Looking Glass Peering-Information DE-CIX AM-SIX
hetzner AS24940 Falkenstein (DE), Nürnberg (DE), Helsinki (FIN), Asburn (US, nur vserver) - - Peering x x
Leaseweb AS16265 (plus diverse andere) Frankfurt (DE), Amsterdam (NL), London (UK), Singapur (SIN), San Francisco (US), Hong Kong (CN), Sydney (AUS), Japan 1) lg.leasewebstatus.com x x
OVH AS16276 Beauharnois BHS5, Frankfurt DE1, Gravelines GRA7, Straßburg SBG, London UK1, Warschau WAW1, Singapur (SGP - nicht alle Produkte) wheathermap lg.ovh.net Peering x x
Scaleway AS5849 4x rund um Paris - x x

Peering

Peering hetzner Leaseweb OVH Scaleway
hetzner o x x x
Leaseweb x o ? ?
OVH x ? o ?
Scaleway x ? ? o

Doku zu hetzner

OVH bietet ein vielfältiges Angebot auf Basis von Openstack bzw. Hardware. Traffic ist relativ günstig, keine teuren egress-Kosten.

Doku zu OVH.

Telekom „Open Telekom cloud“ Fokus eher enterprise Cloud, die Preise sind leider in der gleichen Dimension wie die amerikanischen Hyperscaler (z.B. egress).

hosttech (CH, AS207143) Standorte Richterswil (CH), Salzburg (A), Berlin und Köln (D) vserver, DNS, Rootserver, Colocation (nur CH)

Leaseweb (NL) leaseweb besteht aus mehrere regionalen Organisationen mit stark unterschiedlicher Produktauswahl (technisch bis hin zur Preisgestaltung in Landeswährung). Fokus scheint eher auf weltweit verteiltes bare-metal und Co-location zu liegen aber auch virtuelle Instanzen auf Basis von Apache Cloudstack oder VMWare werden angeboten. Rootserver haben direkt IPMI über die Oberfläche oder via openvpn-Profil.

Die IPv6-Policy ist sehr merkwürdig, man muss v6 explizit dazu bestellen und dann erlauben sie aufgrund ihrer Policy noch nicht einmal ein /64 auf einem virtuellen Server (sondern nur /112). Oberfläche unübersichtlich, Passwortänderung alle 6mon nötig (überholtes Sicherheitskonzept).

gridscale (DE) eher teuer und dementsprechend viel Text bevor man die Preise findet, das Produktportfolio ist eher dünn bzw. scheint auf customizing zu zielen.

Ionos Cloud (DE, United Internet) (ehemals u.a. profitbricks) bietet eine grafische Oberfläche zur Erstellung von VMs und Netzwerkschnittstellen an. Fokus eher enterprise Cloud.

Jiffy-Box - Skalierbare virtuelle Server auf Basis von Xen.

Virtual-Core basiert auf der Linux-Virtualisierung KVM und existiert als Produkt in drei Ausprägungen:

  1. hosted cloud (vserver laufen im Rechenzentrum von kamp)
  2. enterprise-cloud (vserver laufen inhouse im eigenen Rechenzentrum)
  3. customer-cloud (vserver laufen auf eigener Hardware im eigenen Unternehmen, Daten liegen vollständig im eigenen Unternehmen, lediglich Verwaltung erfolgt im Web)

Entgegen dem Cloud-Gedanken muss man feste Pakete buchen welche die maximal abforderbaren Ressourcen festlegen.

cloud hosting Fokus eher enterprise Cloud.

scaleway ist ein französischer Cloud-privider.

IBM Cloud (US) (ehemals: Softlayer)

Produkt mögliche Protokolle Redundanz Beispielpreis 100 GB incl. 5GB Transfer mtl. Beispielpreis 1000 GB incl. 50GB Transfer mtl.
backblaze B2 (US-Firma mit DCs in USA und Amsterdam)
1blu-drive
Dropbox (US)
Dunkel Cloud Storage
Google Drive (US)
Host europe Cloud storage
Microsoft onedrive (US)
Strato HiDrive / Hidrive S3 (DE)

Gaia-X soll eine „standartisierte“ Cloud erreichen, basierend auf der Annahme das in Europa gerade kein großer Hyperscaler existiert und dieser „Mangel“ durch Zusammenarbeit von existierenden Cloud-Anbietern in Richtung eines allgemeingültigen (API-) Standards behoben werden muss.

Diese Annahme ist meiner Meinung nach falsch:

  1. Cloud Anbieter sind generell nicht daran interessiert austauschbar zu sein, das würde ihren Spielraum auf den Preis und auf Skaleneffekte (Kundenmasse) beschränken.
  2. nur wenige Firmen benötigen dies (eher oberhalb des Mittelstandes was zahlenmäßig wenige Firmen sind) und diese haben das bereits durch Co-location vielfach umgesetzt (zwei Standorte, darkfiber, Standard Vlan, Virtualisierunglösung, Clusterstorage). Bei weltweiter Skalierung sind dementsprechend pro Region die gleichen setups umzusetzen. Rootserver, Racks und Leitungen sind weltweit mietbar. Diese private Clouds sind auch besser absicherbar weil nicht multi-tenant.

openstack ist ein in Python entwickeltes Projekt und soll für das Cloud-Computing eine größere Anbieterunabhängigkeit bieten als die bislang vorhandenen proprietären Lösungen. Es wird von etlichen Schwergewichten der IT-Branche unterstützt, unter anderem von AMD, Dell, Citrix und Intel.

begrenzter upload

Wenn es um sehr große Datenmenge geht (im GB odert TB-Bereich) ist mit einem normalen Internetanschluss nichts zu holen, hier ist der Upload fast immer zu klein. Selbst mit den größten VDSL- oder Kabelpaketen dauert der Upload großer Datenmenge eine Ewigkeit.

Leider sind die Ausweichmöglichkeiten begrenzt, einige File-Hoster bieten jedoch die Möglichkeit gegen eine Gebühr Datenträger (DVDs, Festplatten) einzuschicken und diese dann auch die meist kostenpflichtigen Speicherplatz aufzuspielen:

  • Platz im RZ anmieten und dort einen upload-PC platzieren
  • Festplatten send-in bei einige managed-Server Anbietern (Hetzner, …)

1)
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