MailArchiva

Die Unterschiede zwischen der OSE und der kostenpflichtigen Version kann man hier anschauen. Die kommerzielle Version hat zum Bespiel ein Outlook-Plugin, hat umfangreichere Berechtigungs-Schemas, NTLM/LDAP-Authentifizieren, usw.

Quelle dieser Seite (leicht abgeändert): frappuccino.pvb.li entnommen, das dort und hier unter der CC BY-NC-SA 2.0 zur Verfügung gestellt wird.

Die OSE-Variante holt man sich von Sourceforge

cd /tmp
wget http://downloads.sourceforge.net/project/openmailarchiva/mailarchiva/MailArchiva%20v1.9/mailarchiva_server_opensource_linux_v1_9_13.tar.gz

Dann entpackt man das ganze und starten das Installationsskript. Man sollte beachten, dass man z. B. bei der Frage wegen des heap spaces einen Wert eingeben sollte (ich hab einfach Enter gedrückt, weil ich dachte, dass dann der Default verwendet wird, was aber nicht der Fall ist), denn sonst kann es sein, dass die Installation nicht sauber abläuft (aber nichts darüber sagt….)

tar xfvz mailarchiva_server_opensource_linux_v1_9_13.tar.gz
cd mailarchiva_dist
./install.sh

Nach der Installation sollte das Tool unter http://localhost:8090/mailarchiva erreichbar sein:

mailarchiva server is installed and running
web console is accessible at http://localhost:8090/mailarchiva
note: default console login username and password is admin
visit http://knowledge.mailarchiva.com for extra tips!

Jetzt kann man sich per Browser anmelden und eigentlich schon loslegen. Als erstes wird man hingewiesen, dass Admin-Passwort zu ändern. Solange das nicht erfolgt ist, kann man glaub ich nichts einstellen.

Die Sprache des Webinterfaces wird vom Betriebssystem übernommen. Leider gibt es keine Option, die Sprache selbst umzustellen.

Danach sollte man sich als erstes einen Store erstellen. Das findet man unter „Volumes“. Wenn man es wünscht, kann man diesen auch mit Passwort versehen. Das ganze geht (sollte zumindest) auch mit NFS-Shares. Mir gefällt die Option, dass man mehrere Stores mit definierbarer Maximalgrösse an verschiedenen Pfaden erstellen kann ganz gut.

Es stehen zwei Optionen zur Verfügung:

  • Basic
  • Active Directory

Man kann hier leider kein Feintuning machen, das ist schade, es werden einfach die AD-Daten bzw. die Emailadresse verwendet (eine andere Adresse, als die, die im AD hinterlegt sind, kann man nicht berechtigen).

Das ist z. B. insofern auch lästig, da mein primäres Email (andere Domain) auf Postfix/Dovecot läuft, wenn ich mich als AD-User authentifiziere, muss ich beim AD-Konto also auch diese Adresse hinterlegen, damit ich die Mails davon sichtbar sind.

Berechtigungsrollen

In der OSS Version sind aber nicht alle dieser Optionen verfügbar. Nur in der kommerziellen Version sind Filter und eigene Rollen definierbar.

Rolle löschen betrachten drucken exportieren speichern speichern senden
User nein ja ja ja ja ja nein
Audit nein ja ja ja ja ja ja
Admin ja ja ja ja ja ja ja

Basic

Bei der Basic-Verwaltung legt man einfach lokale Konten an, die dann ihre jeweilige Adresse sehen.

Active Directory

Beim Service-Account würde ich jetzt nicht gerade den Administrator eintragen, sondern einen speziell für diesen Zweck angelegten User erstellen.

Danach kann man mit 'New Role Assignment' Benutzer hinzufügen und beim Auswahldialog den gewünschten AD-Einträg wählen, der gematcht werden soll. Das ist vor allem beim ersten mal noch interessant, um zu sehen, was man alles zur Verfügung hat. Wenn man weitere User anlegt, ist es nicht mehr notwendig, diese Aktion jedes mal durchzuführen, man kann die weiteren User analog der bestehenden eintragen.

Per default läuft ein SMTP auf Port 8091, ähnlich wie bei OpenBenno. Alles, was da rein geht, kommt ins Archiv.

Unter Journal Account kann man aber auch ein Sammelpostfach (POP3 oder IMAP) angeben, das funktioniert auch soweit, gefällt mir persönlich aber nicht.

Postfix / andere SMTP

Man könnte also ebenfalls always_bcc einrichten und einen Transport zu der IP des Mailarchives und dem Port 8091 machen. Dort hat man allerdings wieder das Problem, dass Bounces an den Sender geschickt werden könnten.

Integration an Exchange

Bei Exchange hat man auch die Möglichkeit, das ganze über Journaling durchzuführen, ähnlich wie bei OpenBenno.

Dieser Punkt gefällt mir wieder ganz gut. Hier lassen sich regeln definieren. Wenn man zb. wie ich etliche Mailinglisten abonniert hat, will man das Archiv nicht damit volllaufen lassen. Hier kann man das wunderbar konfigurieren.

Einstellungen zur Anmeldung, Ausnahme-Regeln usw werden in /usr/local/mailarchiva/server/webapps/mailarchiva/WEB-INF/conf/server.conf gespeichert.

Die Logfiles findet man unter /usr/local/mailarchiva/server/logs. In mailarchiva_debug.log werden Aktionen geloggt. Ist noch hilfreich, wenn man zb. eine Ausnahme definiert hat und sehen will, ob diese auch funktioniert.

Customizing

Natürlich will man ja nicht die Logos von Mailarchiva sehen, sondern sein eigenens. Möchte man das Logo für die Loginmaske anpassen, findet man das File unter /usr/local/mailarchiva/server/webapps/mailarchiva/images/mailarchiva_logo.png.

Wenn man den Banner oben austauschen will, findet man ihn unter /usr/local/mailarchiva/server/webapps/mailarchiva/images/title.gif.