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Religion

  • wir sind allein und können nur indirekt (verbal, non-verbal durch Gesten etc.) kommunizieren, Gott löst diese Einsamkeit auf indem er direkt kommuniziert („weiß was wir denken“) und uns damit vermeintlich komplett versteht.
  • unbefriedigende Situation:
    • die Wissenschaft kann die Frage nach dem Warum nicht beantworten, nach der Evolution haben wir keinen speziellen Zweck, wir existieren wie jedes andere Lebenwesen auch (evtl. noch Fortpflanzung)
    • viele können den Zufall unserer Existenz nicht akzeptieren („Wir sind nur Gewinner einer Kosmos-Lotterie“ Zitat Colin McGinn)
    • wir sind nichts besonderes (Religionen: Wir sind etwas besonderes weil Gott uns erschaffen hat)
    • Moral ist ein philosphisches Konzept (im Wandel), man muss kompliziert einen eigenen Standpunkt finden
  • Wir können die vermeintliche Regelmäßigkeit bzw. gesehende „Perfektion“ der Schöpfung nicht verstehen.
    • manche Theorien werden verworfen oder widerlegt, das ist für Nicht-Wissentschaftler befremdlich, da keine Theorie sicher scheint (100%ig sicher ist sich nur ein Fundamentalist)
  • Zufälle die keine sein können (warum eigentlich nicht?), es sind immer Zeichen/Werke Gottes
  • Argumentation der Menschen: Ich kann mir etwas nicht erklären/vorstellen also gibt es keine Erklärung d.h. es muss durch ein höheres/mächtigeres Wesen Schöpfung sein.
  • Gott übernimmt Leitungsfunktion: Man glaubt Gottes Wille zu erkennen und entscheidet sich dann deswegen für etwas. Gott steht für das Unterbewusstsein das die Entscheidung bereits getroffen/vorbereitet hat. Danach kann man sich des Erfolges sicherer sein, da die Entscheidung „von höchster Stelle“ abgesegnet ist.
  • Gott als vermeintlicher moralischer Kompass und sicherer Belohner: Ehrlichkeit und Tugendhaftigkeit lohnt sich (man wird mit Himmel belohnt)
  • Alles hat endlich einen Sinn (Prinzip: „Die Genossen werden sich etwas dabei gedacht haben“ bzw. in der Bibel: „Die Wege des Herrn sind unergründlich“): Für verunsicherte Menschen hat jede Entbehrung (Krankheit, Tod, …) und jeder Verzicht Sinn (auch eine Art Optimismus). Wenn etwas nicht logisch erscheint hat man nur noch nicht die „richtige“ Interpretation gefunden.

Nach Darwin Überleben, Fortpflanzung, unbedingter Wille zum Erfolg überlebt, die meisten Mutationen sind schlecht, aber zufällig.

  • sexuelle Rekombination
  • Die Neuerung ist nicht die Neuerung sondern was mit ihr passiert wenn sie durchkommt.
  • Die Neuerung muss sofort einen Vorteil bieten, sonst stirbt sie aus. :!: Weil man sich (noch) keinen Vorteil mancher Zwischenstufen vorstellen kann, heißt nicht dass ihn nicht gibt.

In der Theologie entspringt alles Böse der Welt aus dem freien Wille und der Ursünde (und damit der Schwachheit/Begrenztheit der Menschen).

Warum ist man schon als Baby schuldig? Ursünde ist das Bindungsmittel an die Kirche, das wir „nur“ durch den Glauben (und damit auch der Kirche) unsere Unperfektheit überwinden können.

Nebenbei: Warum hat er ihn uns gegeben, wenn er zu solchen Übeln führt?

Aber: nicht alle übel entspringen dem freien Willen:

  1. Unfälle
  2. Krankheiten
  3. Natakatastrofen
  4. Gendefekte

Warum sollen das Prüfungen für die Menschen sein? Es ist brutal jemanden, z.B. ein Kind, leiden zu lassen als eine Prüfungen für andere.

  • Wissenschaft hat es möglich gemacht NICHT an Gott zu glauben
  • es ist ein Korrosionsmittel gegen Religion
  • Wissenschaft hat kein Problem damit nicht DIE Antwort zu haben, man nähert sich, widerlegt und konkretisiert Theorien
  • falsche Theorien werden bei neuen Erkenntnissen auch u.U. widerlegt, das ist normal
  • Gallileo
  • Darwin (war gläubig, hat später seinen Glauben verloren; er wollte nicht vorsätzlich Religion diskreditieren)
  • Schöpfung als vollendete Tatsache ist ein Rückschritt ⇒ man muss nichts mehr erklären.
  • Begangene Untaten im Namen von Religion (Selbstmordattentate mit Aussicht auf das Paradies)
  • Intoleranz: Anspruch die einzig richtige Religion zu sein (hauptsächlich bei den Monotheistischen Religionen) und dadurch ausgeübter missionarischer Zwang auf andere zu konvertieren: Kreuzzüge (siehe auch: Herkunft Missionarstellung). Wenn alle Recht haben wollen MUSS jemand Unrecht haben.
  • blinder Gehorrsam: Abrahams Willen Isaac (seinen Sohn!) zu opfern
  • Ignoranz wissenschaftlicher Errungenschaften und Arbeitsweisen
  • Irrglauben (Krankheiten sind ein Resultat von Sünde)
  • Sünde und Hölle als Drohkulisse bei der Erziehung
  • Ausgrenzung von Außenseitern (Homosexuelle beider Geschlechts, Prostituierte) aufgrund veraltete Moralvorstellungen aus der Bibel. Sogar Frauen sind in manchen Institutionen weniger wert (z.B. der röm. kath. Kirche).
  • Abkapselung/Parallelgesellschaften durch Fundamentalisten (Kreationisten, Boom freievangel. Gemeinden)
  • Kirche als Helfer der Herrschenden/„Obrigkeit“ (Marx: „Blume an der Kette“) und Teil der Abgabensystems (Kirchensteuer, den „zehnten“ zahlen). Das war nicht nur zur Zeit der Feudalherrschaft so.
  • (Kirchen-) Irrwüchse wie Beichte (Was soll ein 9-jähriges Kind schon beichten außer einem verdroschenem Nachbarsjungen und viergeteilten Regenwürmern?) obwohl Gott alles weiß und somit auch die Reue ohne Beichte erkennt.
  • Nährboden für Scheinheiligkeit, Pharisäertum
  • Rituale aus Tradition (Taufe, Kommunion, Firmung, Konfirmation, …)

Ist Glauben

  1. richtig? („einfache“ Menschen)
  2. sinnvoll? („kann ja nicht schaden“, „find´ ich gut“, „vielleicht hilft es ja …“)
  3. nützlich? („in der Not sind die Kirchen voll“, Glauben als Dienstleister)
  4. falsch? (atheistische Philosophen)

Wenn Religion der Moral hilft, warum verstehen sie viele falsch? Wenn aber Leute innerhalb desselben Glaubens (Islam und 11.9) erkennen was richtig/falsch ist, wozu dann überhaupt Glauben?

Angeblich perfekt, aber:

  1. eifersüchtig (passt das zu perfekt?)
  2. will das man ihn anbetet (weil er uns „erschaffen“ hat, braucht Gott Anerkennung, ist er geltungsüchtig?)
  3. (be-)straft