Der Paketmanager verwaltet die installierten Softwarepakete (=Software in einem Paketformat) und kümmert sich auch um die Aktualisierung. Debian und darauf basierende Distributionen verwenden Software-pakete im deb-Format, andere Distributionen verwenden rpm-Pakete.
yast -i PAKETNAME auf Suseyum install PAKETNAME (CLI, rpm)CLI = Command Line ⇒ Komandozeile
andere: SmartPM (Beta-software)
tasksel - Kategorienkonfiguration (Webserver, MailServer, Desktop, …)
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| Debian (dpkg) | Debian (apt) | Debian (aptitude) | Redhat (rpm) | Gentoo (portage + equery, emerge, revdep-rebuild aus dem gentoolkit 1) ) | Zypper (OpenSuse) | Erklärung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Informationen | ||||||
dpkg -l oder dpkg --getselections2) | ? | ? | yum list installed oder rpm -qa | emerge -ep world | rpm -qa | installierte Pakete anschauen |
dpkg -s PaketName | apt-cache show PaketName | aptitude show PaketName | yum info oder rpm -qi PaketName | ? | zypper info PaketName | Informationen über „PaketName“ anzeigen |
dpkg -S Dateiname | ? | ? | rpm -qf Dateiname | equery belongs Dateiname | rpm -qf Dateiname | Paket zu einer vorhandenen Datei suchen |
dpkg -L PaketName | ? | ? | rpm -ql PaketName | equery files PaketName | rpm -ql PaketName | Dateien von Paket „PaketName“ auflisten |
für installierte Pakete: dpkg -l | grep PaketName | apt-cache search PaketName | aptitude search | yum search | emerge -s PaketName | zypper search PaketName 3) | im Paket-Cache nach Paketname suchen |
apt-cache depends PaketName | ? | zeigt Informationen zu den Abhängigkeiten eines Pakets an | ||||
| ? | apt-setup | ? | ? | ? | ? | Quellenkonfiguration grafisch (Debian: /etc/apt/sources.list) |
apt-get -qq install PaketName bzw. aptitude -y install PaketName Nachfragen von debconf müssen mit “export DEBIAN_FRONTEND=noninteractive“ abgestellt werden, zusätzlich können die Einträge force-confold (alte Konfiguration bevorzugen) bzw. force-confnew (neue Konfiguration bevorzugen) und force-confdef (Standard-aktion) in der /etc/dpkg/dpkg.cfg eingetragen werden und damit jegliche Nachfrage unterdrücken | ? | ? | ? | Automatische Installation ohne interaktive Nachfragen | ||
| Aktionen | ||||||
| ? | apt-get install PaketName | aptitude install PaketName | yum install | emerge PaketName | ? | Paket „PaketName“ installieren |
| ? | apt-get -d install PaketName | ? | ? | ? | ? | Paket „PaketName“ nur downloaden |
| ? | apt-get source PaketName | ? | ? | emerge --fetchonly PaketName | ? | Sourcecode des Paketes „PaketName“ holen |
| - | apt-get -s update | aptitude -s update | yum list updates | emerge --sync | zypper list-updates 4) | Liste verfügbarer Updates holen/Liste aktualisieren |
| ? | apt-get upgrade | aptitude safe-upgrade 5) | yum update | emerge --update --deep world 6)7) | zypper up | alle Pakete updaten |
apt-get upgrade PaketName | ? | ? | emerge PaketName | (Sicherheits-)Updates: zypper patch 8) | Paket „PaketName“ updaten | |
| - | apt-get dist-upgrade | aptitude dist-upgrade | ? | - (permanente Updates) | Zunächst zypper updatenzypper in zypper libzypp && zypper dup | Gesamte Distribution updaten (Paketquellen müssen auf die neue Version angepasst werden!) |
| dpkg --no-act 9) | apt-get -s … | aptitude -s … | ? | emerge -p … | zypper -D … | Befehl simulieren |
| ? | apt-get check | ? | ? | ? | ? | Installation überprüfen |
dpkg -i Dateiname.deb 10) | apt-get install PaketName | aptitude install PaketName | yum install Paketname oder yum localinstall Dateiname.rpm 11) oder rpm -i Dateiname.rpm | emerge Paketname | zypper install Paketname 12) oder rpm -i Dateiname.rpm 13) | Paket „PaketName“ installieren |
dpkg -r PaketName | apt-get remove PaketName | aptitude remove PaketName | rpm -e PaketName | emerge --unmerge PaketName14) | zypper remove Paketname15) | Paket „PaketName“ deinstallieren (Konfigurationsdateien bleiben) |
dpkg --purge PaketName | ? | aptitude purge PaketName | yum remove 16) | ? | zypper remove 17) | Paket mit Konfigurationsdateien deinstallieren |
dpkg-reconfigure PAKET | ? | ? | ? | ? | ? | Ein PAKET neu konfigurieren (Debian: mit debconf) |
| Paketquellen | ||||||
| - | ? | ? | ? | ? | zypper addrepo Speicherort Alias 18) | Paketquelle (Repository) hinzufügen |
| - | ? | ? | ? | ? | zypper removerepo Alias 19) | Paketquelle (Repository) löschen |
| - | ? | ? | ? | mirrorselect | ? | Debian: nächsten/besten Mirror-Server auswählen |
| - | Datei /etc/apt/sources.list sichern | ? | ? | zypper repos -e Dateiname.repo | Liste der Paketquellen exportieren | |
| - | Datei /etc/apt/sources.list editieren | ? | ? | zypper ar Dateiname.repo | Liste der Paketquellen importieren | |
| Sonderfunktionen | ||||||
| - | Debian: Paket „PaketName“ aus dem testing-Zweig installieren: apt-get -t testing PaketName | ? | ? | Gentoo: „hard masked“-Pakete müssen manuell ausgewählt werden | ? | |
| Ablageorte wichtiger Dateien | ||||||
/var/lib/dpkg/available werden die Paketinformationen aller zur Verfügung stehender (installierbarer) Pakete; /var/lib/dpkg/status Informationen über den Status der Installation abgelegt; /var/lib/dpkg/info liegen zu jedem installierten Paket die vier Scripte (*.preinst, *.postinst, *.prerm, *.postrm), eine Liste aller enthaltener Dateien (*.list), die md5-Prüfsummendatei (*.md5sums) und evt. noch andere Informationen wie die zur Verfügung gestellten Libraries (*.shlibs). 20) | ||||||
Rpm-Pakete werden von den meisten Distributionen verwendet und sind vor Debians deb-Paketen das meist benutzte Paketformat.
Das Installations- und Konfigurationsprogramm APT (Advanced Package Tool) verspricht höheren Komfort und mehr Übersicht als dselect:
Frei wählbare Quellen für die Installation mit Apt werden unter „/etc/apt/sources.list“ [8] gespeichert. Sowohl eigene Laufwerke als auch FTP- oder HTTP-Server sind als Quellangaben möglich. Durch das Kommando „apt-cdrom add“ werden automatisch Einträge für die Installation von CD-ROM erzeugt.
siehe auch:
Mit „tasksel“ existiert ein semi-grafisches Installationswerkzeug, um Paketgruppen zu installieren. So kann man beispielsweise KDE (K Desktop Environment), German (deutsche Sprachanpassungen) oder C-Development (Entwicklungswerkzeuge für C-Programmierung) auswählen. Über die Abhängigkeiten der gewählten „Tasks“ (Aufgaben) werden dann sämtliche zum Task gehörenden Einzelpakete installiert.
Auch existieren mit aptitude, console-apt und gnome-apt Frontends zur Bedienung von APT. Unter Ubuntu gibt es synaptic oder adept.
/var/cache/apt/archives/ zwischen.Alternativ zum systemweiten Einstellen eines Proxy kann man auch apt direkt konfigurieren. Dazu müssen in /etc/apt/apt.conf oder in eine Datei in /etc/apt/apt.conf.d/ (/etc/apt/apt.conf.d/custom bietet sich beispielsweise an) folgende Zeilen eingefügt werden:
Aquire http::Proxy::http://[[user][:pass]@]host[:port]/
wird zu Segmentation faulty Tree): Löschen der Dateien /var/cache/apt/pkgcache.bin und /var/cache/apt/srcpkgcache.bin./var/cache/debconf/config.dat 21)noch gesperrt hält muss beendet werden: fuser -v /var/cache/debconf/config.dat
Die Ausgabe
USER PID ACCESS COMMAND
/var/cache/debconf/config.dat:
root 4144 f.... dpkg-preconfigu
zeigt dass der Prozess mit der PID „4144“ die Datei gesperrt hält. Deshalb muss dieser beendet werden:
kill -9 4144
rm -R /var/lib/dpkg/lock
Ein betagtes, aber mächtiges Werkzeug für die Paketverwaltung ist dselect. Es kann Abhängigkeiten auflösen und Pakete unter anderem via FTP oder NFS, per Diskette und natürlich von CD-ROM installieren. Die Bedienung und Benutzerfreundlichkeit von dselect ist zwar nicht unumstritten, aber wer die Bildschirm-Ausgaben und die Online-Hilfe liest, bekommt mit dselect ein mächtiges Tool zur Paketverwaltung.
http://dugfaq.sylence.net/dug-faq.htm/ch-packet.htm
8.13 Kann ich die Paketauswahl eines Rechners sichern und 1:1 auf einen anderen übernehmen?
Ja, mit dpkg –get-selections „*“ > packetlist wird die Paketliste in
der Datei packetlist gespeichert. „*“ ist nötig, damit auch die
Informationen über deinstallierte Pakete mit ausgegeben werden. Diese
Liste kannst Du dann mit dem Befehl dpkg –set-selections < packetlist
auf ein anderes System übertragen. Anschliessend musst Du noch dselect
install ausführen.
Gerade wenn man
wird man sich ein Paketrepository (übersetzt in etwa „Paketlager“) erstellen. Dieses hält die Pakete vor und dient als Paketquelle für die Clients. Dazu braucht man je nach Einsatzzweck viel oder wenig Platz auf der Festplatte und einen laufenden http oder ftp-Server.
Zur Erstellung kann man die Programme
benutzten.
Mit dem Programm alien kann man zwischen den Paketformaten konvertieren. Als Quellen und Ziele sind
möglich.
Mit checkinstall kann man aus dem Quellcode Softwarepakete im deb, rpm oder slackware-Format bauen. Da dies aber nur für die entsprechende Plattform geht, kann man für andere Plattformen den Suse Build Service nutzen.
fakeroot alien name.tar.gz
-d; mehrere Begriffe werden mit ODER verknüpft; Eingrenzung auf installierte (-i) oder nichtinstallierte Pakete (-u) möglichzypper refreshemerge --update --ask worldzypper lpfor package in package1 package2 package3
do
echo "removing config files for $package"
for file in $(rpm -q --configfiles $package)
do
echo " removing $file"
rm -f $file
done
rpm -e $package
done
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