SSH bietet einen sicheren (da verschlüsselten) Zugang zu einem entfernten Rechner/Server. Es ist deshalb sicher weil die Verbindung mit starker Verschlüsselung gesichert wird und sich beide Partner ausweisen (Authentifizieren) müssen. Die Authentifizierung erfolgt typischerweise entweder durch Passwort oder mit public/private-Key (z.B. bei automatisierten Anmeldungen in Skripten wichtig) oder durch andere Authentifizierungsarten.
Somit kann weder mitgelesen werden, noch kann sich jemand (unbemerkt) in die Mitte setzen (“Man-in-the-middle (MITM)-Attacke“) und beiden Partner die Gegenseite vorspielen.
Mit SSH lassen sich Dateien austauschen (mit sftp, scp) und Tunnel für unverschlüsselte Protokolle einrichten. Die Daten können auf Wunsch komprimiert übertragen werden und man kann Bildschirminhalte grafischer Programme (vom X-Server des Servers) übertragen.
Syntax: Ein minimaler Aufruf folgt dem Schema
ssh SERVER
dabei ist die Angabe des Benutzers (-l Benutzer) optional, wenn keiner angegeben wurde, wird der aktuelle Benutzername genommen.
ssh -l Benutzer SERVER
Bei langen Befehlszeilen lässt sich Zeit durch vorher festgelegte Optionen in Konfigurationsdateien oder über Aliase sparen.
Dateien austauschen:
sftp
eignet sich gut für einzelne und mehrere Dateien (Eingabe mget)
sftp leider nichts, dafür nimmt man scp:download:
scp benutzer@entfernterRechner:/Verzeichnis/Datei /lokalesVerzeichnis/Datei
upload:
scp /lokalesVerzeichnis/Datei benutzer@entfernterRechner:/Verzeichnis/Datei
Mit der Option -r lassen sich rekursiv ganze Verzeichnisse übertragen.
Eine sehr nützliche Eigenschaft von SSH ist die Möglichkeit (unverschlüsselte) Protokolle durch den verschlüsselten SSH-Tunnel zu schicken („tunneln“).
ssh user@remote.host -L 8080:127.0.0.1:80 -N -g
Dafür gibt man den lokalen Port an (hier 8080) und nach dem Doppelpunkt die Adresse an die es geleitet werden soll (hier wird „127.0.0.1:80“ als Ziel angegeben, d.h. der localhost (127.0.0.1) auf dem Port 80, also der entfernte Rechner selbst). Der Parameter “-g“ besagt das der Port auf allen Netzwerkschnittstellen geöffnet werden soll, “-N“ verbietet die Ausführung von Befehlen auf dem Zielrechner, was nur beim reinen tunneln sinnvoll ist.
Programmfenster grafischer (X-)Programme können auch über SSH übertragen werden. Dazu ruft man ssh zusätzlich mit der Option -X auf.
Also normalerweise
ssh -X SERVER
oder mit slogin:
slogin -X SERVER
Die Variable wird dann auf dem Host gleich korrekt gesetzt. In der SSH-Konfiguration muss X11Forwarding aktiviert sein (standard).
X11Forwarding yes X11DisplayOffset 10
X11DisplayOffset sorgt für ausreichenden Abstand zu bereits existierenden Displays.
Zum besseren Verständnis vorher die Authentifizierung des Servers:
Oft bekommt man beim (ersten) verbinden auf einen Server folgende Meldung:
user@hostname:~$ ssh -l root host.de The authenticity of host 'host.de (123.123.123.123)' can't be established. RSA key fingerprint is 06:1f:f0:9e:76:b1:4e:9e:8f:5f:29:11:56:71:5e:9e. Are you sure you want to continue connecting (yes/no)?
Das bedeutet, dass er den Host bisher (unter dieser IP) nicht kennt und nicht gewähleistet werden kann, das dies auch wirklich der Server ist, zu dem man wollte. Daher sollte man nur in (gut) geschützten Netzwerken „yes“ eingeben, es sei denn man kann den Fingerabdruck („RSA key fingerprint“) eindeutig als den richtigen erkennen (durch Vergleich mit dem vorher notierten).
Wenn man „yes“ eingibt kommt folgende Meldung:
Warning: Permanently added 'host.de,123.123.123.123' (RSA) to the list of known hosts.
D.h. er fragt in Zukunft nicht mehr, da er in einer Liste von bekannten Server (in der Datei ~/.ssh/known_hosts) gespeichert hat. In Zukunft wird nur noch nach dem Passwort gefragt.
Bei Änderungen des Schlüssels auf dem Server (oder schlimmer: wenn ein Angreifer so tut als ob er der Server ist) wird der Verbindungsaufbau verweigert:
$ ssh SERVER @@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@ @ WARNING: POSSIBLE DNS SPOOFING DETECTED! @ @@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@ The RSA host key for SERVER has changed, and the key for the according IP address SERVER-IP is unknown. This could either mean that DNS SPOOFING is happening or the IP address for the host and its host key have changed at the same time. @@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@ @ WARNING: REMOTE HOST IDENTIFICATION HAS CHANGED! @ @@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@ IT IS POSSIBLE THAT SOMEONE IS DOING SOMETHING NASTY! Someone could be eavesdropping on you right now (man-in-the-middle attack)! It is also possible that the RSA host key has just been changed. The fingerprint for the RSA key sent by the remote host is 01:12:34:56:78:90:12:12:34:56:78:90:12:34:56:78. Please contact your system administrator. Add correct host key in /home/USER/.ssh/known_hosts to get rid of this message. Offending key in /home/USER/.ssh/known_hosts:4 RSA host key for SERVER has changed and you have requested strict checking. Host key verification failed.
Wenn man sicher ist, dass die Änderung rechtens ist (z.B. weil man sie selber veranlasst hat
), löscht man aus seiner .ssh/known_hosts die angegebene Zeile (hier im Beispiel die 4. Zeile) heraus. Am einfachsten geht dies mit Editor der Wahl, die meisten unterstützen eine Option +ZEILENNR. Mit vim würde der Aufruf also
vim +4 ~/.ssh/known_hosts
lauten.
Die verantwortliche Option StrictHostKeyChecking steht im Standardfall auf ask (Benutzer bei unbekannten Schlüsseln fragen, bei geänderten Schlüsseln abbrechen) kann jedoch auch auf yes (keine neuen Schlüssel werden in die known_hosts hinzugefügt) oder no (alle neuen Schlüssel hinzufügen) gesetzt werden.
Es ist das Standardverhalten.
Der Server authentifiziert sich über seinen „Fingerabdruck“ der Client mit seinem (gültigen) Passwort.
Was aber wenn ich nicht ständig mein Passwort (wenn auch verschlüsselt) durch das Netz schicken will?
Das Konzept in Kurzform: Der Benutzer erzeugt ein Schlüsselpaar (einen öffentlichen, einen privaten Schlüssel). Diese Schlüssel werden auf dem lokalen Rechner gespeichert.
Auf dem entfernten Rechner, bei dem man sich einloggen will, speichert man den öffentlichen Schlüssel. Möchte man sich nun auf dem entfernten Rechner anmelden, sendet der entfernte Rechner eine, mit dem öffentlichen Schlüssel verschlüsselte Zufallszahl, welche der lokale Rechner mit dem privaten Schlüssel (und evtl Passwortabfrage für diesen) entschlüsselt. Die entschlüsselte Zahl wird zurück an den entfernten Rechner gesendet, welcher nun (wenn die Zahlen übereinstimmen) den Benutzer „Authentifiziert“ hat. Dabei wurde weder der öffentliche noch der private Schlüssel über das Netz geschickt, lediglich eine Zufallszahl.
Der entfernte Rechner authentifiziert sich auch selbst: gleiches Prinzip - öffentlicher Schlüssel bei uns, privater Schlüssel auf entferntem Rechner.
Die Einstellung PubkeyAuthentication regelt ob Public-Key-Authentifizierung erlaubt ist (Standardwert ist yes).
Achtung: da kein Passwort abgefragt wird, muss man sicher gehen, dass keiner der privaten Schlüssel im fremde Hände fällt. Außerdem sollte eine Passphrase für den privaten Schlüssel vergebene werden.
Das Werkzeug ssh-copy-id nimmt alle Schritte (vom Client aus) automatisch vor.
ssh-keygen -d auf. Ausgabe:$ ssh-keygen -d Generating public/private dsa key pair. Enter file in which to save the key (/home/USER/.ssh/id_dsa): Created directory '/home/USER/.ssh'. Enter passphrase (empty for no passphrase): Enter same passphrase again: Your identification has been saved in /home/USER/.ssh/id_dsa. Your public key has been saved in /home/USER/.ssh/id_dsa.pub. The key fingerprint is: 01:23:45:67:89:01:23:45:67:89:01:23:45:67:89:01 USER@HOST
id_dsa ist der private Schlüssel und id_dsa.pub ist der öffentliche Schlüssel.
ssh-copy-id -i ~/.ssh/id_dsa.pub user@clientHOST
Ohne Angabe von -i nimmt ssh-copy-id die Existenz von ~/.ssh/identity.pub an und versucht diesen öffentlichen Schlüssel zu übertragen.
ssh-keygen -d auf. Ausgabe:$ ssh-keygen -d Generating public/private dsa key pair. Enter file in which to save the key (/home/USER/.ssh/id_dsa): Created directory '/home/USER/.ssh'. Enter passphrase (empty for no passphrase): Enter same passphrase again: Your identification has been saved in /home/USER/.ssh/id_dsa. Your public key has been saved in /home/USER/.ssh/id_dsa.pub. The key fingerprint is: 01:23:45:67:89:01:23:45:67:89:01:23:45:67:89:01 USER@HOST
id_dsa ist der private Schlüssel und id_dsa.pub ist der öffentliche Schlüssel.
/home/USER/.ssh/id_dsa und /home/USER/.ssh/id_dsa.pub auf die Clientscat id_dsa.pub >> ~/.ssh/authorized_keys
Das Verzeichnis ~/.ssh und die Datei ~/.ssh/authorized_keys darf nicht von der Gruppe des Benutzers beschrieben werden können. Sonst scheitert die Authentifizierung wenn der SSH-Dienst des Servers StrictModes konfiguriert hat.
Heise Netze beschreibt das in dem Artikel SSH absichern gut.
Die Authentifizierung erfolgt anhand des Hostnamens und dem Benutzer, i. d. R. ohne weitere Passwortabfrage.
incl. PAM
Die Authentifizierung wird durch ein Kerberos-Ticket wahlweise stattdessen oder zusätzlich durch andere Methoden wie Systempasswort. Ab Version 3.7 wird Kerberos v4 nicht mehr unterstützt.
Man kann die privaten Schlüssel auf Smartcards speichern. OpenSSH unterstützt Cyberflex-Smartcards sowie PKCS#15 unter OpenSC.
Bei OpenSSH werden Einstellungen
/etc/ssh/sshd_config/etc/ssh/ssh_config oder Benutzerspezifisch in ~/.ssh/configvorgenommen.
Die folgenden Dateien werden von SSH (und darauf basierenden Programmen wie scp) benutzt.
| Systemweite Einstellungen | |
|---|---|
| Pfad | Funktion |
| /etc/ssh/ssh_known_hosts | enthält eine Liste von Schlüsseln bekannter Rechner. Wird nicht automatisch erweitert. |
| /etc/ssh/ssh_config | Systemweite Einstellungen des SSH-Clients |
| /etc/ssh/sshd_config | Systemweite Einstellungen des SSH-Servers |
| /etc/ssh/sshrc | Der Inhalt der Datei wird nach der Authentifizierung aber vor der Shell (oder dem Befehl) ausgeführt. |
| Benutzerspezifische Einstellungen | ||
|---|---|---|
| Pfad | Funktion | |
| ~/.ssh/authorized_keys | Liste aller öffentlichen Schlüssel die für eine public-key-Authentizierung benutzt werden können | |
| ~/.ssh/config | optional: Legt Einstellungen für entfernte Hosts fest | |
| ~/.ssh/known_hosts | enthält eine Liste von Schlüsseln bekannter Rechner. Wird automatisch durch den Benutzer erweitert. | |
| ~/.hushlogin | Bei Existenz wird die Ausgabe der letzten Login-Zeit und der Message-of-the-day (motd) unterdrückt. | |
| ~/.ssh/rc | wie /etc/ssh/sshrc aber nur für diesen Benutzer |
|
| ~/.ssh/environment | Zusätzliche Umgebungsvariablen die beim Einloggen definiert werden. | |
| Schlüssel der Benutzer | |
|---|---|
| private Schlüssel | SSH-Version |
| ~/.ssh/identity | Version 1 RSA |
| ~/.ssh/id-dsa | Version 2 DSA |
| ~/.ssh/id_rsa | Version 2 RSA |
Die privaten Schlüssel dürfen nur vom Benutzer lesbar sein, sonst werden diese ignoriert.
| öffentliche Schlüssel | |
|---|---|
| ~/.ssh/identity.pub | Version 1 RSA |
| ~/.ssh/id_dsa.pub | Version 2 DSA |
| ~/.ssh/id_rsa.pub | Version 2 RSA |
| rhost-Authentifizierung | |
|---|---|
| /etc/hosts.equiv | enthält Rechnernamen |
| /etc/ssh/shosts.equiv | enthält Rechnernamen, nicht für rlogin/rsh-Zugang |
| ~/.rhosts | enthält Rechnernamen / Benutzer, darf nicht für andere lesbar sein |
| ~/.shosts | wie /etc/ssh/shosts.equiv nur benutzerspezifisch |
Anmerkung: ~ steht für das Homeverzeichnis.
Bei häufigen Verbindungsabbrüchen kann man
TCPKeepAlive no ClientAliveInterval 150
setzen. Das standardmäßige “TCPKeepAlive yes“ verursacht Abbrüche auch bei kurzen Unterbrechungen (und kann sowieso von einem Angrifer gefälscht werden) während ClientAliveInterval innerhalb von 150 Sekunden eine kryptografisch kodierte Antwort von Client erwartet bevor die Verbindung abgebrochen wird.
Lange Parameterlisten kann man vermeiden indem man in Konfigurationsdateien Einstellungen hinterlegt. Diese werden Systemweit in den Dateien /etc/ssh/ssh_config oder Benutzerspezifisch in ~/.ssh/config vorgenommen.
Host *.domain.de Port 12345 User ich ForwardAgent yes Compression yes ForwardX11 yes
Somit reicht der Aufruf von ssh subdomain.domain.de ohne die o.g. Einstellungen noch extra zu übergeben.
Auch Hostname+Domain kann man schon vorgeben, somit verkürzt sich die Kommandozeile auf ssh RECHNER:
host RECHNER Hostname die.richtige.URL.de
Alternativ zur Konfiguration der einzelnen Hosts kann man spezialisierte Tools benutzen. Dann wird der Aufruf über „TOOLNAME Hostalias“ erfolgen, also etwa
sshmgr Rechner1
Als Minimum würde ich die folgenden Einstellungen in der Datei /etc/ssh/sshd_config vornehmen:
Protocol 2
PermitRootLogin no
Administration wird ausschließlich über normale Benutzer vorgenommen und dann fallweise per sudo oder bei Bedarf permanent (su) auf root-Rechte wechseln. Dazu muss ein Eintrag in der Datei /etc/sudoers angelegt werden (mit dem Befehl visudo):
Benutzer1 ALL=(ALL) ALL
Es kann auch die Berechtigung für einzelne Aufgaben vergeben werden (zur Not auch ohne Passworteingabe)
AllowUsers Benutzer1 Benutzer2
AllowGroups Gruppe1 Gruppe2
MaxAuthTries 3
Wer ganz sicher gehen will, sperrt SSH in einen Käfig (chroot von change root). Damit kann der eingesperrte Benutzer nur innerhalb seiner Ordner navigieren. Allerdings bietet bisher keine Distribution diese Funktionen von Haus aus an, also muss man selber eine gepatchte Version kompilieren und installieren.
Durch port knocking (Senden eines speziellen Pakets, erst dann wird der Port freigeschaltet) ist man vor unbekannten Sicherheitslücken (0-Day Exploits) in SSH und vor Portscans geschützt.
Wenn man SSH auf den Standard-Port betreibt, sieht man in den Log-Dateien eine Vielzahl von (fehlgeschlagenen) Login-Versuchen. Meist werden Standardbenutzer wie root und Standardpasswörter probiert.
Zur Abwehr kann man Log-Based Intrusion Detection systems (LIDS) (wie denyhosts oder fail2ban) benutzen, die z.B. ab einer einstellbaren Anzahl von Fehlversuchen den angreifenden Rechner (temporär) sperren.
Sauberer ist meist eine spezielle Firewallregel. Damit spart man sich die möglichen Sicherheitslücken durch das parsen der Log-Dateien die die Tools zwangsläufig durchführen müssen. Der Programmcode der im Bereich des Kernels angesiedelten Firewalls ist besser auf Sicherheitslücken überprüft.
Evtl. ist es sinnvoll auf einen hohen Port wechseln (wenn das für die Benutzer ok ist, hier im Beispiel auf 54321):
Port 54321
OpenSSH ab Version 4.0 enthält ein neues Feature: ControlMaster. Damit geht der Verbindungsaufbau bei mehrfachen Verbindungen deutlich schneller weil die aktuell existierende Verbindung erneut benutzt wird.
Mit sshfs steht unter Linux ein Userspace-Dateisystem basierend auf FUSE zur Verfügung. Damit kann man ganze Verzeichnisbäume in das lokale Dateisystem am sog. Mountpoint einhängen. Ab Kernelversion 2.6.14 gehört FUSE standardmäßig zum Kernel.
sshfs ssh-konto@ssh-server:[PFAD] mount-point
Für den Befehl muss unter Ubuntu das Paket sshfs mit
apt-get install sshfs
installiet und evtl. mit
sudo modprobe fuse
das Kernelmodul für FUSE geladen werden.
Nützlich können sich die Optionen (Parameter -o) und dann die folgenden Schlüsselwörter:
reconnect für das erneute Verbinden,uid=Zahl und guid=Zahl sowie diverse caching Einstellungen auswirken (siehe Befehl man sshfs).fusermount -u mount-point
Wenn man nicht eine zweite SSH-Verbindung aufbauen will (gerade bei Sprüngen über mehrere Systeme kann das nervig sein), braucht man zssh. Das ist ein Programm, das sich um ssh „herumlegt“ (ein sog. „wrapper“) und Datenaustausch mittels zmodem-Protokoll bietet.
Man muss es nur auf der lokalen Computer installieren (apt-get install zssh bei Debian/Ubuntu) und auf dem entfernten Rechner „lrzsz“.
Eventuell erzeugt man sich einen Alias in der ~/.bashrc, neue Zeile mit:
alias ssh=zssh
damit wird bei der Eingabe von ssh automatisch mit zssh ersetzt. Dies ist für die Bash-Shell angegeben, aber nicht unbedingt nötig.
Auf dem verbundenen Rechner/Server muss man dann nur noch mit STRG-Leertaste in den interaktiven Modus gehen.
Um eine Datei zu senden gibt man
sz -e <Datei>
ein. Der Parameter “-e“ vermeidet Fehler bei fehlerhaften 8-Bit-Terminals.
SSH ist als sichere Variante zu ftp(s) beim Upload von Dateien nützlich. Dennoch muss man dafür dem Benutzer auch einen Login geben der es dem Benutzer emöglicht Programme und andere Tätigkeiten auszuführen die evtl. sicherheitskritisch sind. Spezielle Shells (technisch meist genauer „wrapper“) beschränken die Funktionalität von SSH.
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