Transport Layer Security (TLS) oder Secure Sockets Layer (SSL) ist ein hybrides Verschlüsselungsprotokoll für Datenübertragungen im Internet. TLS 1.0, 1.1 und 1.2 sind die standardisierten Weiterentwicklungen von SSL 3.0 (TLS 1.0 steht neu für SSL 3.1). SSL wird also nun unter dem Namen TLS weiterentwickelt. Hier wird die Abkürzung SSL für beide Bezeichnungen verwendet.
Zentral für die Sicherheit von verschlüsselten Verbindungen ist die Integrität der Stellen (Certificate Authorities = CAs) die Zertifikate ausgeben. Einbrüche bei diesen Anbieter führen dazu, dass gültige Zertifikate von unberechtigten Personen erstellt und für das Ausspähen dritter verwendet können 1).
Man-in-the-middle (MITM)-Attacken sind im Zusammenhang mit SSL ein Problem, besonders wenn der Angreifer im gleichen (lokalen) Netz ist. Beide Partner glauben mit dem jeweils anderen Daten auszutauschen, dabei geht der Verkehr tatsächlich über den Angreifer. Der Client hat mit dem Angreifer und der Angreifer mit dem Server jeweils Verbindungen aufgebaut. Der Angreifer gibt sich jeweils als Partner aus und schickt dabei die Daten (ausspioniert) an den eigentlichen Adressaten weiter. Programme wie dsniff können die Prozedur automatisieren indem z.B. die DNS-Anfragen des Clients mit einer falschen Antwort (einer IP die vom Angreifer kontrolliert wird) beantwortet.
Da SSL auch auf einer Serverauthentifizierung basiert, ist es allerdings nicht unbemerkt möglich sich als Server auszugeben, da der Angreifer nicht im Besitz des geheimen Schlüssels des Servers ist. Der Angreifer kann vier Wege gehen (sortiert von 1. leicht bis 4. schwer):
Die einzige Lösung ist sowohl Server- als auch Clientauthentifizierung (letztere nicht durch Passwort). Das Problem ist auch eher die DNS-Anfrage die man im herkömmlichen DNS nicht verifizieren kann. Lösung: DNSSEC einsetzen.
Der Vortrag “SSL-Datenübertragung - Lauschangriff“ demonstriert einen erfolgreichen Angriff.
Ohne Warnung (die Zertifizierungsautorität bzw. root CA unbekannt) gehen bisher leider nur die teuren Zertifikate von
Andere Anbieter:
Grund: Die Aussteller führen eine recht genaue Identitätsprüfung durch und lassen sich ihre besondere Stellung dann natürlich auch versilbern.
Bei Linux erkennt openSSL Root-zertifikate die unter /usr/share/ca-certificates liegen und die Endung .crt besitzen.
Durch den Aufruf von
dpkg-reconfigure ca-certificates
wird die Liste unter /etc/ssl/certs aktualisiert. Dies sind vor allem symbolische Links auf die Dateien in /usr/share/ca-certificates.
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