Das Domain Name System (DNS) ist einer der wichtigsten Dienste im Netzwerk/Internet. Seine Hauptaufgabe ist die Umsetzung von „Internetadressen“ in die zugehörige IP-Adresse. DNS-Anfragen sind vom Client nicht Verifizierbar und außerdem angreifbar (DNS-Poisoning. Lösung: DNSSEC einsetzen.
Wenn man lokalen DNS-Servern nicht traut (DNS-Poisoning) kann man auch öffentliche DNS-Server wie OpenDNS (IPs: 208.67.222.222 und 208.67.220.220) einsetzen.
Per DNS lässt sich auch der Proxy mitteilen (per Web Proxy Autodiscovery Protocol (WPAD), siehe ValentinHaenel: Web Proxy Automatic Discovery.
| Abfragetypen | |
|---|---|
| interative Abfrage | Der DNS-Server gibt die bestmögliche Antwort zurück, die er ohne die Hilfe anderer Server bereitstellen kann |
| rekursive Abfrage | Der DNS-Server gibt eine vollständige Antwort auf die Abfrage und nicht nur einen Verweis auf einen anderen Server zurück |
| Lookuptypen | ||
|---|---|---|
| Typ | Ipv4 | Ipv6 |
| forward-lookup | Auflösung von Namen in Adressen: dig www.stefanux.de.
(veraltet auf Linux aber bei Windows vorinstalliert: nslookup www.stefanux.de. | dig ipv6.google.com AAAA
|
| reverse-lookup | Auflösung von Adressen in Namen: dig -x 178.63.64.116 veraltet bzw. bei Windows: nslookup 178.63.64.116 | dig -x 2a00:1450:4008:c00::68 |
Es gibt mittlerweise eine Reihe von Anbietern die DNS-Server betreiben und Kunden hohe Verfügbarkeit, einfache Bedienung und Features wie DNSSec bieten.
dnsmasq: Eine einfache Lösung die lokale Einträge in die Hosts-Datei berücksichtigt und ansonsten andere DNS-Server befragtSiehe auch: Europäische Registries bauen BIND-Alternativen
Bei selbst betreuten DNS-Servern sollte man Zonentransfers auf authorisierte Hosts beschränken.
Für den Betrieb von Serverdiensten ist in den meisten Fällen ein DNS-Name zugewiesen, der auf eine feste IP zeigt. Wenn keine feste IP möglich ist, z. B. bei einem Einwahlzugang, und sich die dynamische IP somit in (un)regelmäßigen ändert, muss man auf einen DynDNS-Anbieter zurückgreifen.
Üblicherweise wird durch eine Client-Software die neue (z.B durch Zwangstrennung geänderte) IP-Adresse gemeldet, so dass der Dienst schnell wieder unter der neuen IP-Adresse zur Verfügung steht.
http://www.dnswatch.info/ http://zonecheck.denic.de/zonecheck/
Wikipedia - Kategorie:Domain_Name_System
| Typ | Bedeutung | Eintrag |
|---|---|---|
| SOA | Start Of Authority | Verschiedene Parameter für die Zone, die der Nameserver verwalten soll. |
| A | Address | Die Adresse eines Internet Hosts (Verknüpfung einer Domain mit einer bestimmten IP-Adresse). |
| AAAA-Record | IPv6 pendant zum A-Record unter IPv4. | |
| MX | Mail Exchange | Die Priorität und Name des Mailservers der Domain. Abfrage mit dig -t mx DOMAIN |
| NS | Name Server | Name eines Nameservers der Domain (auch: Weiterleitung der Nameserveranfragen an einen anderen Nameserver). |
| CNAME | Canonical Name | Domainname eines Rechners (Aliasfunktion: Verknüpfung einer Subdomain mit einer anderen Subdomain). |
| PTR | Pointer | Alias für eine numerische IP-Adresse (benutzt für Reverse-lookup) |
| HINFO | Host Information | ASCII Beschreibung des Hosts (CPU, OS, …) |
| TXT | Text - Nicht verwertbarer Text - Kommentar | |
| SPF-Record | Eintrag für das „Sender Policy Framework“ (Anti-Spam-Modell). | |
| SRV-Records | Einträge für VoIP | |
* SOA-Resource-Record: Autoritätsursprung
falsche DNS-Konfiguration (localhost. IN A 127.0.0.1 ohne den Punkt nach localhost) erlaubt Angriffe Common DNS Misconfiguration can Lead to "same Site" Scripting
Bei DNS bezeichnet Zone den Teil des Domänenbaums, für die ein Nameserver (im Folgenden auch NS) zuständig ist und deshalb die offiziellen Daten kennt. Eine Zone wird durch einen Primary Nameserver verwaltet. Zur Erhöhung der Verfügbarkeit bei Server-Ausfällen ist es üblich, eine Zone auf einen oder mehrere Secondary Nameserver zu spiegeln.
| Zonentypen | |
|---|---|
| primäre Zone | lese und schreibbar |
| sekundäre Zone | liest/spiegelt die Daten der primären Zone zur Ausfallsicherheit |
| Windows-spezifisch | in Active-Directory integriert |
Eine Domäne umfasst den gesamten untergeordneten DNS Namensraum. Der Begriff Domäne wird auch verwendet, wenn man sich auf den Inhalt (Welche Namen enthält eine Domäne?) oder die Eigentumsrechte (Für wen ist eine Domäne registriert?) bezieht.
Eine Domäne kann in mehrere Zonen aufgeteilt werden, indem man die Zuständigkeit für Subdomains delegiert. Von einer Zone spricht man auch, wenn man die physische Realisierung meint – also auf welchem Server und in welcher Zonendatei liegen die DNS-Einträge.
Zonentransfer bezeichnet beim Domain Name System (DNS) die Übertragung von Zonen auf einen anderen Server.
Da ein DNS-Ausfall für ein Unternehmen meist gravierende Folgen hat, werden die DNS-Daten – also die Zonendateien – fast ausnahmslos identisch auf mehreren Nameservern gehalten. Bei Änderungen muss sichergestellt sein, dass alle Server den gleichen Datenbestand besitzen. Die Synchronisation zwischen den beteiligten Servern wird durch den Zonentransfer realisiert. Der Zonentransfer beinhaltet nicht nur das bloße Übertragen von Dateien oder Sätzen, sondern auch das Erkennen von Abweichungen in den Datenbeständen der beteiligten Server.
Er kann mit dem Befehl host -l durchgeführt werden.
Eine Zonendatei ist Teil der Konfiguration eines Nameserverdienstes (z.B. BIND) für das Domain Name System. Sie besteht aus einer Liste von Resource Records (RR). Eine Zonendatei beschreibt eine Zone vollständig. Es muss genau ein SOA Resource Record und mindestens ein NS Resource Record vorhanden sein. Der SOA-RR befindet sich meist am Anfang einer Zonendatei.
Gegen Angriffe wie DNS-poisoning hilft DNSSEC.
DNS-Antworten via DNSSEC enthalten sowohl signierte Daten als auch Schlüssel, deshalb können Antworten mehrere KB groß werden. Einige Firewalls und DNS-Server begrenzen jedoch die maximale Paketgröße, das gibt dann Probleme mit DNSSEC.
Das OARC betreibt einen Testdienst, der allgemeine Aufruf lautet:
dig +short rs.dns-oarc.net @DNS-Server txt
Beispiel: Google DNS abfragen:
dig +short rs.dns-oarc.net @8.8.4.4 txt
Die Ausgabe zeigt das Google DNS ein zu kleines Limit für DNSSEC hat:
rst.x476.rs.dns-oarc.net. rst.x485.x476.rs.dns-oarc.net. rst.x490.x485.x476.rs.dns-oarc.net. "74.125.76.80 DNS reply size limit is at least 490" "74.125.76.80 lacks EDNS, defaults to 512" "Tested at 2010-11-12 16:40:33 UTC"
Eine ausreichend dimensioniertes Limit sieht so aus (statt „a.b.c.d“ stünde hier die IP des befragten DNS-Servers):
rst.x3827.rs.dns-oarc.net. rst.x3837.x3827.rs.dns-oarc.net. rst.x3843.x3837.x3827.rs.dns-oarc.net. "a.b.c.d DNS reply size limit is at least 3843" "Tested at 2010-11-12 16:41:52 UTC" "a.b.c.d sent EDNS buffer size 4096"
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